Regenwurmkiste’s Weblog

Regenwurmzucht und alles über Regenwürmer

Der Regenwurm - das unterschätze Lebenwesen 1 März, 2008

Gespeichert unter: Hintergrund — regenwurmkiste @ 7:27 Uhr nachmittags

 

 

Ein unscheinbares Tier wird in den nächsten Jahrzehnten wahrscheinlich sehr an Bedeutung gewinnen. Die Rede ist vom Regen- besser Kompostwurm Dieses kleine Lebewesen ist hervorragend dazu geeignet, organische Abfälle in wertvolle Komposterde umzuwandeln.

Die Welt strebt auf eine allgemeine Energieknappheit zu. Öl, Gas, Uran aber auch Kohle wird es in absehbarer Zukunft nicht mehr in ausreichender Menge geben, um die Energiebedürfnisse der Menschheit zu befriedigen. Abgesehen davon, dass bereits heute aus Gründen des Klimaschutzes eine Verringerung des Verbrauchs dringend erforderlich ist.

 

Das bedeutet aber auch, dass in Zukunft weniger Energie und Rohstoffe für die Herstellung von Kunstdünger, Pflanzenschutz und Insektenvernichtungsmittel zur Verfügung stehen wird, bzw. diese Mittel im Preis sehr stark ansteigen werden. Wie soll dann eine immer noch wachsende Zahl von Menschen ausreichend ernährt werden?

 

Es ist seit langem bekannt, dass Regenwürmer erheblich zur Bodenfruchtbarkeit beitragen, da sie abgestorbenes organisches Material in wertvollen Humus umwandeln sowie den Boden durchmischen und lockern. Dadurch gedeihen die Pflanzen besser und werden widerstandsfähiger gegen Schädlinge.

 

Weltweit gibt es ungefähr 3000 Arten von Regenürmern, 39 davon kommen auch in Deutsachland vor und speziell drei eignen sich für die Kompostierung: Eisenia foetida und Eisenia andrei, auch Kompostwürmer genannt, sowie der Riesen-Rotwurm dendrobaena veneta, auch als eisenia hortensis bekannt. Letzterer ist auch für Angler als Köderwurm von Interesse.

 

Unsere Gruppe hat sich Gedanken gemacht, wie wir die Kenntnisse über diese Tiere bei der hiesigen Bevölkerung und darüber hinaus verbessern können. Wie gesagt, es ist gut möglich, dass die Würmer in naher Zukunft eine enorme Bedeutung für die Nahrungsmittelversorgung unserer Bevölkerung bekommen werden. Dazu wäre es sinnvoll, eine möglichst große Menge der Regenwürmer im Altkreis anzusiedeln. Glücklicherweise kann man diese Tiere mit verhältnismäßig geringem Aufwand züchten. Das kann zum Beispiel im eigenen Garten im Komposthaufen geschehen. Es ist aber auch möglich, die Würmer in speziellen aber dennoch einfach gebauten Behältern zu züchten. Das hat den Vorteil, dass man ganzjährig für die Vermehrung der Würmer sorgen kann, während im Garten sie nur in der wärmeren Jahreszeit für Nachwuchs sorgen.

 

Seit ein paar Monaten sammeln wir nun schon Erfahrung mit der Haltung von Kompostwürmern, wobei wir alle drei vorgenannten Arten in verschiedenen Kästen untergebracht haben. Wir werden in Kürze genauer darüber berichten.

 

Falls jemand Interesse hat, sich näher mit unserer Arbeit zu beschäftigen oder vielleicht selbst schon einmal darüber nachgedacht hat, Regenwürmer zu züchten, geben wir unsere Erfahrung gerne weiter, insbesondere an Kindergärten und Schulen. Aber auch jeder andere Interessent ist uns willkommen. Wer weiß, vielleicht gibt es in absehbarer Zeit auch bei uns Regenwurmfarmen, weitere zu den wenigen, die in Deutschland bereits arbeiten, doch nur eine weitere von tausenden, die bereits weltweit existieren.

 

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